Geschichte der Telfer Schützenkompanie

Vereinszweck

Ausrückungen zu kirchlichen und weltlichen
Feierlichkeiten und Festlichkeiten

Bildungstage

Versammlungen

Veranstaltungen

Pflege des Schießwesens

Gelöbnisformel

Ich verspreche bei meiner Ehre,
mich einzusetzen für die Grundsätze des Schützenwesens,
die Treue zu Gott und dem Erbe der Väter,
den Schutz von Heimat und Vaterland,
die geistige und kulturelle Einheit des Landes,
die Freiheit und Würde des Menschen
und die Pflege des Tiroler Schützenbrauches.

Die Historie

1511 verpflichtete Kaiser Maximilian in seinem „Landlibell“ alle Tiroler zur Verteidigung, aber eben nur zur Verteidigung ihrer Landesgrenzen. Die Tiroler stehen damit nicht für den Angriffskrieg zur Verfügung. Dieses berühmte Landlibell und die Erstellung der sogenannten „Zuzugsordnung“ über die Aufstellung der Mannschaften der einzelnen Gerichte für die Streitmacht des Landes im Jahre 1605 führte zur allgemeinen Bildung eigener Verteidigungs-Einheiten. Aus alten Aufzeichnungen wissen wir, dass die Mannschaft des Gerichtes Hörtenberg, somit also auch Telfer Schützen, bereits 1546 im Schmalkaldischen Krieg sowie 1703 anlässlich des „Bayrischen Rummels“, im Zusammenhang mit dem Spanischen Erbfolgekrieg ausrücken musste. Die Mannschaften der einzelnen Gerichte wurden damals als Landmiliz bezeichnet und bildeten eigene, bis zu 400 Mann starke „Fähnlein“.

1796/97 im Krieg zwischen Österreich und Frankreich war die Hörtenberger Kompanie unter Hauptmann Martin Witsch zunächst im Engadin und im Paznauntal und später, im Zusammenhang mit der Schlacht bei Spinges, in Sterzing eingesetzt. Als der Tiroler Aufstand losbrach, trieben im April 1809 die Hörtenberger Schützen eine Kolonne des bayrischen Militärs über Zirl nach Innsbruck zurück und erstürmten, gemeinsam mit den Höttingern, unter Führung des Telfer Wirtes „Metzger Klaus“ die Innbrücke und somit die Innenstadt.

1814, nachdem Tirol wieder zu Österreich gekommen war, rückte die Telfer Kompanie im Oktober 1815 zur Ankunft Kaiser Franz I. und im Mai 1816 zur großen Erbhuldigungsfeier in Innsbruck aus. Eine weitere derartige festliche Ausrückung war die Erbhuldigungsfeier für Kaiser Ferdinand I. im September

  1. Beim Krieg Österreichs gegen Frankreich im Juni und Juli 1859 rückten drei Hörtenberger Kompanien auf das Stilfser Joch sowie in den Vintschgau aus.

1866, im Krieg zwischen Österreich und Italien war die Telfer Schützenkompanie südlich von Rovereto und im Valsugana eingesetzt. 1891 gründete Karl Daum, Löwenwirt, Josef Pöschl, Kaufmann, Franz Dollinger, Steuerbeamter und Gustav Rieder, Forstbeamter, die Standschützenkompanie Telfs, die vor allem, wie das Protokoll 1891 vermerkt, bei kirchlichen und weltlichen Feiern ausrückte. Erster Hauptmann war Franz Loser.

1893 wurden zum ersten Ausrücken die Gewehre aus Inzing und Imst geliehen.

Diese Gewehre sollten danach nach Afrika verkauft werden, doch die Telfer gaben die Gewehre nicht mehr zurück. Zum Ankauf derselben lieh der Gemeindesekretär Föger, vulgo Haiminger, den Schützen 120 f1. 1902 erhielt die Kompanie eine neue Fahne. 1909 marschierte die Telfer Schützenkompanie anlässlich der 100-Jahr-Feierlichkeiten im Gedenken an die Tiroler Freiheitskriege 1809 in Innsbruck mit. 1910 tauschte man die bisher verwendete Bezeichnung „Paradeschützen“ gegen den ursprünglichen Namen „Standschützenkompanie Telfs“ aus.

Im Ersten Weltkrieg (1914 –1918) zur Verteidigung Südtirols vorerst die freiwilligenStandschützen, das waren die Männer unter dem 21. bzw. über dem 42. Lebensjahr, sowie die freiwilligen Untauglichen aufgeboten. Das aus Standschützen aus dem Gerichtsbezirk Telfs zusammengesetzte Bataillon Innsbruck III stand unter dem Kommando des bisherigen Telfer Schützenmeisters Major Johann Heiß und war zuerst am Tonalepass und dann im Abschnitt Riva eingesetzt.

Da in Österreich, gemäß den Friedensbestimmungen nach dem Ersten Weltkrieg, paramilitärische Verbände wie die Standschützen verboten waren, nahm die Organisation bei ihrer Wiederbelebung im Jahr 1922 den Namen „Kriegerverein“ an. In Telfs selbst scheint dieser Kriegerverein in den folgenden Jahren regelmäßig als Mitwirkender bei Feiern der „Vaterländischen“ auf. Das die Telfer Schützen hundertprozentig den „vaterländischen“ Weg beschritten und in dieser Beziehung auch vereinsintern klare Verhältnisse schufen, zeigte die Tatsache, dass das Protokollbuch im Jahr 1933 die Austritte mehrerer Nationalsozialisten verzeichnet.

Wie unter diesen Umständen zu erwarten, brachte der „Anschluss“ im Jahre 1938 auch für die Schützen einschneidende Veränderungen. Bereits im April desselben Jahres trat der Kriegerverein nach dringender Aufforderung dem nationalsozialistischen Reichskriegerbund bei. Bereits wenig später erfolgte die Ablöse und dem alten Hauptmann Alois Gapp, wurde von der NSDAP-Ortsgruppenleitung mit Franz Engelstorfer ein „linientreuer“ kommissarischer Leiter vorgesetzt. Anlass für diese Maßnahme waren Vorfälle im Zusammenhang mit der Fronleichnamsprozession, an der die Schützen, offenbar zum Missfallen der Nationalsozialisten, in Tracht teilgenommen hatten. Die Abneigung zahlreicher konservativ eingestellter alter Schützen gegen die neuen Machthaber äußerte sich vor allem in der Weigerung, dem Reichskriegerbund, dem der Verein als Ganzes bereits angehörte, auch persönlich beizutreten.

Diese Kontroversen waren ein wesentlicher Grund dafür, dass bis zum Jahr 1939 mehrere der alten Funktionäre aus den leitenden Stellen des Vereins verdrängt und durch „zuverlässigere“ Personen ersetzt wurden. Vor allem traf dies auf den langjährigen Schriftführer Heinrich Brenner zu, der, verschiedentlich unter Druck gesetzt und, persönlich bedroht, der Organisation schließlich verärgert den Rücken kehrte. Im Protokollbuch vermerkte Schriftführer Heinrich Brenner, dass nach seinem Fortgang im Verein „noch eine Zeitlang fortgewurstelt und allmählich aufgehört wurde zu bestehen, weil immer weniger Kameraden sich beteiligten.“ Abgesehen von diesem nachträglich niedergeschriebenen Satz sind wir über nähere Details der angesprochenen Vorgänge aus dieser Zeit nicht informiert. Im Protokollbuch fehlen all jene Seiten, die der der NSDAP genehme Schriftführer in den Jahren 1939 – 1945 verfasste. Diese Seiten wurden angeblich vor der Rückgabe des Bandes an Heinrich Brenner im Jahre 1945 säuberlich herausgetrennt und zurückbehalten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebte der Tiroler Schützengeist aber bald bei den „Übriggebliebenen“ und „Heimkehrern“ wieder auf. Bereits einige Wochen nach Kriegsende rückte die Telfer Schützenkompanie bei der Fronleichnamsprozession aus. Ebenfalls schon im Jahr 1946 gründete Hauptmann Gottlieb Klocker aus Roppen im Gasthof Hohe Munde in Telfs den Oberinntaler Schützenbund. Er scheute keine Mühen, besuchte selbst die Gemeinden, in welchen einst Kompanien bestanden hatten und konnte eine Vielzahl davon wieder aktivieren. Als im April 1950 der Bund der Tiroler Schützenkompanien gegründet wurde, waren natürlich die Vertreter des Oberinntaler Schützenbundes dabei. Bereits 1951 bestanden wieder 24 Kompanien, darunter auch die Telfer Schützen. Am 18. Mai 1950 wurde das „Große Oberinntaler Schützen und Trachtenfest“ in Telfs abgehalten, zu dem sich 31 Schützenkompanien sowie fünf Musikkapellen einfanden.

Von den Festgästen waren erschienen: Bezirkshauptmann Nöbl, AltLandeshauptmann und Präsident der Tiroler Schützenkompanie Hofrat Dr. Schumacher, Oberstleutnant Klocker, Bundeskaplan Mons. Dr. Kolb, Bürgermeister Anton Klieber und Altbürgermeister Josef Härting.

Am 8. Oktober 1950 trafen sich alle Schützenkompanien vom Bezirk Telfs in Zirl. Es waren ca. 350 Schützen und Musikanten angetreten, allen voran die alte historische Bezirkssturmfahne von Telfs, getragen von Fidelis Achammer.

1952 wurde unter Hauptmann Nikolaus Spiegl und Obmann Franz Federer die Neuanschaffung der Nationaltracht angegangen. Zur damaligen Zeit war die Abwicklung eines derartigen Vorhabens alles andere als einfach. Dies lässt sich aus dem Protokollbuch entnehmen. Sämtliche öffentliche Stellen wurden um Unterstützung gebeten. Bei den hiesigen Waldbesitzern wurde eine Holzsammlung eingeleitet, welche einen namhaften Betrag einbrachte.

Dies alles hätte jedoch nicht gereicht, wenn nicht die beiden Telfer Fabrikanten Rudolf Pischl und Willy Schindler die nötigen Stoffe bzw. Wolle unentgeltlich zur Verfügung gestellt hätten. So konnten 53 Trachten für die Schützen sowie 2 Trachten für die Marketenderinnen in Auftrag gegeben werden.

Am 5. Juli 1953 nahm die Kompanie an den Feierlichkeiten zu „650 Jahre Stadterhebung“ der Bezirksstadt Hall in Tirol teil. 1953 wählten die Telfer Schützen Franz Trostberger zu ihrem neuen Hauptmann. Unter den zahlreichen Ausrückungen war 1955 die Teilnahme am Bezirksschützenfest in Silz unter Oltn. Brenner als Hauptmann-Stv erwähnenswert. 1957 konnte nach 10 Jahren des Bittens, des Ersuchens und Forderns das neugestaltete Kriegerdenkmal fertiggestellt und feierlich gesegnet werden. Hier sei erwähnt, dass sich die Schützenkompanie, allen voran Hauptmann Franz Trostberger, Lt. Arnold Wackerle und Fähnrich Anton Gapp, besonders um das Zustandekommen dieser erneuerten Gedenkstätte bemüht hat. Die Pläne hierfür stammen vom Telfer Architekt Dipl.-Ing. Hubert Fragner, die überlebensgroßen Figuren vom heimischen Künstler Prof. Andreas Einberger. Die kirchliche Weihe zelebrierte H.H. Dekan Andreas Raggl.

Am 17. Mai 1958 war ein weiterer denkwürdiger Tag. Die altehrwürdige Bezirksschützenfahne, die unter Aufsicht des Landesdenkmalamtes restauriert worden war, wurde neu geweiht und konnte der Kompanie Telfs übergeben werden. Zahlreiche Schützenkompanien aus dem Schützenbezirk Hörtenberg sowie aus dem bayrischen und Südtiroler Raum waren gekommen, um den Telfern die Ehre zu erweisen. Zahlreiche Ehrengäste, allen voran Landeshauptmann Dr. Albert Tschiggfrey und Landesschützenkommandant Dr. Schumacher konnten begrüßt werden. Die Fahnenpatenschaft übernahm Lydia Klieber, die Gattin des amtierenden Bürgermeisters Anton Klieber.

Einer der denkwürdigsten Tage im Leben der Tiroler Schützenkompanien war der 13. September 1959 in Innsbruck, der Tag der 150Jahr- Gedenkfeier an das Jahr der Tiroler Erhebung gegen die Bayern im Jahre 1809. Unter den vielen Tausenden von Schützen aus Süd-, Ost- und Nordtirol, Bayern und Salzburg war auch die Kompanie Telfs mit 49 Mann, zwei Marketenderinnen und zwei Jungschützen vertreten. Unser verstorbener Schützenkamerad und damaliger Ehrenhauptmann Josef Trostberger hatte die Ehre übertragen bekommen, beim Umzug den Säbel von Andreas Hofer vorauszutragen. 1959 wurde eine Dornenkrone als Symbol des Schmerzes über die Abtrennung Südtirols mitgetragen, die heute vor dem Passionsspielhaus in Erl an die Trennung Tirols erinnert.

Am 17. Mai 1960 musste die Schützenkompanie von Ehrenmitglied und Bürgermeister Anton Klieber für immer Abschied nehmen. Schützen hielten die Ehrenwache. Die nächsten Höhepunkte des Schützenlebens waren 1961 das Bataillonsfest in der Leutasch und im September 1963 die Fahrt nach München zum 8 km langen Festzug zur Eröffnung des Oktoberfestes. Die Telfer Kompanie wurde ausgesucht und durfte mit mehr als 100 anderen Gruppen am Festzug teilnehmen. 1965 feierte die Kompanie das 200-jährige Fahnenjubiläum der traditionsreichen Bezirksfahne, verbunden mit der Weihe einer neuen Kompaniefahne sowie einem Bezirksschützenfest. Diese Fahne ist neben Schweglern und Trommlern auch auf einem großen Bildnis von 1772 zu sehen, das die Skapulier-Prozession in Telfs zeigt und seit Jahren als Leihgabe im Volkskunstmuseum hängt. Die Patin der neuen Kompaniefahne war Maria Schindler, die Gattin des Fabrikanten und großen Gönners der Schützenkompanie Willy Schindler.

1966 verstarb durch einen tragischen Unglücksfall unser Geschäftsführer und Leutnant Arnold Wackerle. 1969, anlässlich des Kaiser Maximilian- Jahres, welches das Land Tirol am 15. August feierlich beging, war die Kompanie zu einer Sonderausrückung nach Innsbruck gefahren. 1972 beging unser Alt-Dekan Andreas Raggl sein 50-jähriges Priesterjubiläum. 1974 wurde der Kompanie die ehrenvolle Aufgabe übertragen, das Bataillonsfest auszurichten. Dabei wurde eine neue Bezirksfahne geweiht. Als Fahnenpatin fungierte die vielen Telfern bekannte Luise Wallnöfer aus Barwies, die Gattin des damaligen Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer.

1973 konnte die Kompanie in das neue Schützenheim im Hallenbadkomplex einziehen. Der Schießstand war direkt unter dem Schwimmbecken, was uns jahrelang ein „Tröpfeln“ bescherte. 1975 musste die Kompanie Alt-Dekan Andreas Raggl auf seinem letzten Weg begleiten. Zur Gründung der ARGE ALP, der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer, einer Vision des damaligen Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer, rückte die Telfer Kompanie zum Gründungsort Mösern zum Empfang der hochrangigsten politischen Persönlichkeiten der Alpenländer aus. 1980 konnten die Telfer Schützen mit Kompanien aus Nord- und Südtirol die Weihe einer neuen Kompaniefahne feiern. Fahnenpatin war die Witwe des ehemaligen 1966 tragisch verunglückten Geschäftsführers, Frau Lisbeth Wackerle. 1981 folgte Josef Trostberger seinem Vater Franz, der 27 Jahre diese führende Funktion innehatte, als neuer Hauptmann.

Im Sommer 1982, als die beiden Trommler der Schützenkompanie zur Marktmusik überwechselten, tauchte in den Reihen der Kompanie die Idee einer eigenen „Schützenmusik“ auf. Die Verwirklichung erfolgte in zwei Stufen. So brachte einerseits Ing. Anton Klieber die Idee ein, eigene Trommler in den Reihen der Schützen auszubilden, um bei Nichtanwesenheit von Musikkapelle im geordneten Schritt marschieren zu können und andererseits wurde durch Hubert Kobler und Hubert Auer schließlich der Gedanke eingebracht, so wie in früheren Zeiten, eine Partie Schwegelpfeifer der Telfer Kompanie anzuschließen. Das Interesse in den Reihen der Kompanie war groß und so bildete sich zusätzlich zu den Trommlern mit Anton Klieber und Hansjörg Hofer, die Gruppe der Schwegler mit Hubert Auer, Hubert Kobler, Peter Markt, Dietmar Rödlach und Trostberger Seppi. Als Schwegel-Lehrer konnte der im ganzen Alpenraum bekannte Volksmusikant und „Harfenpapst“ Prof. Peter Reitmeir gewonnen werden, der selbst wieder in die Schützentracht schlüpfte, zur Schwegelpfeife griff und seither mitspielt.

Ende Jänner 1983 richtete die Marktgemeinde Telfs unter dem Motto „Telfs grüßt Wien“ den traditionellen Tiroler Ball in den Sophiensälen in Wien aus.

Mehr als 200 Schützen, Musikanten, Sänger, Gemeinderäte und Telfer Ballbesucher weilten für drei Tage in Wien. Neben einer großartigen Ballnacht bis in die Morgenstunden standen unter anderem der Empfang bei Bürgermeister Leopold Gratz, ein Heurigenabend beim Pfarrwirt sowie ein Besuch im ORF-Zentrum am Küniglberg auf dem Programm.

Im September 1984 fand anlässlich der 175-Jahrfeier des Tiroler Freiheitskampfes von 1809 ein großer Landesfestzug in Innsbruck mit vielen Tausenden Schützen des Alpenraumes statt. Waren 1959 noch zwei Südtiroler Schwegelgruppen dabei, so waren diesmal die Telfer Schützenschwegler die einzigen Musikanten, die die alten überlieferten Schützenmärsche aus dem Jahr 1809 mit Trommel und Schwegel aufspielten. Und daher als eine der ersten des gesamten Umzuges bei den historischen Gruppen mitmarschierten. Unsere Schützenfreunde aus Lana trugen die vom ehemaligen Südtiroler und nunmehrigen Telfer Siegfried Steger initiierte Dornenkrone, die die ungerechte Teilung des Landes 1918 symbolisierte. Diese riesige Dornenkrone, vom Leutascher Schmied Arnold Mair aus Aluminium geschmiedet, war jahrelang, vor allem in geschichtsunbewussten Kreisen umstritten und mahnt heute, fast unbeachtet, auf drei Säulen in 6 Meter Höhe auf dem PrivatAreal des Telfer Industriellen Arthur Thöni.

Im Zuge der 175-Jahr-Feier entstanden zwischen Nordtiroler und Südtiroler Gemeinden Partnerschaften. Telfs begründete mit Lana eine intensive Partnerschaft. Im Herbst 1985 stellten wir Telfer die Ehrenkompanie bei den Festlichkeiten der „Interalpen-Hotel-Tirol-Einweihung“ sowie der Eröffnung der neu ausgebauten Buchener Landesstraße.

Im November 1986 rückte die Kompanie mit der gesamten Gemeindeführung und der Marktmusik anlässlich der Christbaumübergabe für die bayrische Landeshauptstadt nach München aus.

Am 31. Mai 1987 trug die Kompanie ihren Althauptmann Franz Trostberger zu Grabe.

Neben der Partnerschaft mit Lana entwickelten sich auch Schützenfreundschaften mit den Südtiroler Kompanien Girlan und Deutschnofen. Im Sommer 1991 begannen die Bauarbeiten zum neuen Turnsaaltrakt der Volksschulen, in den die Gemeinde ein neues Schützenheim installierte. Die Planungen wurden von der Schützenkompanie selbst unter Hubert Kobler erarbeitet und von der Gemeinde großzügigst umgesetzt. Damals waren von den 19 Gemeinderäten 11 aktive bzw. passive Mitglieder der Schützenkompanie. Eine Einmaligkeit in Tirol, Schützenfreundschaften werden auch über die Grenzen hinaus gefördert. So erfreut sich auch das zweijährig stattfindende Alpenregionstreffen großer Beliebtheit.

Ein Höhepunkt der Kompanie war bestimmt der Tiroler Ball im Wiener Rathaus, den die Gemeinde Telfs im Jänner 2001, ein Jahr nach der Großen Fasnacht, ausgerichtet hatte. Mit ca. 400 Telfern und den Tirolern in Wien wurde nicht nur eine rauschende Ballnacht gefeiert, nein, die Schützen waren drei Tage besonders schöne und disziplinierte Vertreter der Gemeinde Telfs und des Landes Tirol in Wien. Ein weiterer Höhepunkt im Januar 2001 war die Ausrückung nach Arco am Gardasee. In diesen zwei Tagen erlebten wir die Begeisterung um uns Tiroler Schützen in den ehemaligen kaiserlichen Landen.

Im Oktober und November des selben Jahres wurden die Schwegler und einige besonders „tirolerisch“ aussehende Schützen gebeten, beim historischen Film über Andreas Hofer, gespielt von Tobias Moretti, mitzuwirken. Für viele Drehtage stellten die Telfer“ alte Tiroler Kämpfer und Haudegen“ dar.

Andreas Hofer – Freiheit des Adlers

Die Telfer Kompanie und die Schützenschwegler werden des öfteren als Vertreter des Landes Tirol eingesetzt. So wurden wir bereits dreimal nach Passau auf die Maidult, nach Bad Ischl zu einem Alpenländischen Brauchtumsfest sowie nach Wasserburg am Inn zu einem Erinnerungsfest 1809 eingeladen. Mit den schönen Trachten, den vielen bärtigen und „schnauzigen“ Gesichtern und den Schweglern ist die starke Telfer Kompanie, fast 90 Mann, ein gern gesehener und gehörter Gast.

Im Jahre 2009 war die Telfer Kompanie auch beim Landesfestumzug in Innsbruck (unter dem Motto: „Geschichte trifft Zukunft“) stark vertreten. Weitere interessante Beiträge und Bilder können Sie der Homepage des Gedenkjahres 2009 entnehmen.

Als den Höhepunkt der letzten Jahre sei hier der Festakt „150 Jahre Tirolerbund in Wien“ genannt. So machte sich die Kompanie Telfs mitsamt Bgm. Christian Härting und weiteren Gemeindevertetern auf den Weg nach Wien, um dort ihren Beitrag zu diesem zweitätigen Festakt zu leisten.